Gesunde Rüblikekse (ei-, milcheiweiß, zucker- und nussfrei) und über Erdmandelmehl

Gesunde Rüblikekse (ei-, milcheiweiß, zucker- und nussfrei) und über Erdmandelmehl

Ich bin neulich im Bioladen über vegane Vollkorn-Rüblikekse in Häschenform gestolpert. Seit dem hatte ich die Idee im Kopf, eigene Rüblikekse zu backen. Und da man dazu laut meinen Recherchen noch kein gesundes Rezept mit Ausstechpotential findet, und ich mir schon vor Monaten von meiner Freundin Karin entsprechende Ausstechformen aussuchen durfte, hatte ich erst recht Lust auf den Versuch. Und dabei fiel mir mal wieder auf, wie gerne ich das hier mache!

Gesunde Osterkekse, Rüblikekse

Es ist ein Rezept geworden, das ich vorwiegend für Claire entwickelt habe, d.h. der Süßanspruch ist dem von Kleinkindern angepasst. Für Erwachsene Neueinsteiger in das Thema Zuckerreduktion oder für ältere Kinder habe ich euch entsprechende Notizen dazu geschrieben. Ihr könnt das Rezept ganz leicht für euren Anspruch anpassen.

In der Konsistenz erwarten euch weichere Kekse, die die Form gut behalten, also nicht bröseln und sich auch gut verarbeiten lassen. Gleich nach dem Backen sind sie außen wunderbar knusprig, allerdings lässt das nach der Aufbewahrung etwas nach. Wie ich das beibehalte, habe ich leider noch nicht ganz raus, aber uns macht das nichts. Sie sind bis jetzt – und das Rezept ist erst zwei Tage alt, sie wurden zweimal gebacken – vor allem Kleinkinder- und Babyerprobt. Von den Kleinen wurden sie sich regelrecht aus den Händen gerissen! Meine Reaktion nach dem ersten Keks war etwas gemäßigt – danach lief ich dafür umso öfter zum Blech. Die Aussage sehr verliebt in einen Snack auf den zweiten Blick trifft es bei mir, auf den ersten, bei Claire!

Gesüßt werden die Kekse wie meine Blütenpollen-Gebäckecken mit Maulbeeren oder alternativen Trockenfrüchten wie Aprikosen (Marillen in Österreich) und es sind ebenfalls Blütenpollen für Aroma und Vitaminkick enthalten. Blütenpollen enthalten so ziemlich alles, was der Körper an Vitaminen braucht und das ist nicht einmal übertrieben. Zudem sind sie – wenn man sie so bekommt – ein regionales Superfood und preislich absolut im Rahmen. Ihr erhält sie wie alle anderen Zutaten hier, im Bioladen.

Zuckerfreie Ostern Kinderkekse

Hafer, Dinkel und Amaranth kann man jeweils gut austauschen, wenn ihr nicht alles da habt, dazu habe ich euch Hinweise notiert. Neu für diesen Blog und noch relativ neu für mich, ist Erdmandelmehl. Die Packung wartete seit EWIGKEITEN ungeöffnet in meinem Schrank. Da fragt man sich, wozu man manchmal so eine Hemmschwelle hat!? Völlig unbegründet!

Erdmandeln, auch Tigernüsse genannt, sind eigentlich keine Mandeln, sondern ein Wurzelgemüse, das im Geschmack Mandeln aber sehr ähnelt. Sie stammen ursprünglich wahrscheinlich aus Ägypten und werden in warmen Gebieten biologisch kultiviert. Sie schmecken leicht süßlich und können überall dort eingesetzt werden, wo Mandeln Verwendung finden.

Erdmandeln sind möglicherweise die perfekte Alternative für Mandelallergiker und bringen darüber hinaus einen ganz besonders hohen Ballaststoffanteil mit ins Spiel. Einmal aufgenommen quellen sie auf und sorgen so für gute Sättigung und sind noch dazu, weil energiespendend, eine ideale Nervennahrung.

Nachdem sie außerdem allerhand Nährstoffe mitbringen (wir sprechen von den Vitaminen C, E und H, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, von ungesättigten Fettsäuren, Proteinen und Enzymen, die die Verdauung unterstützen) wird die Einnahme zudem gegen Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Allergien, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen, Zellwucherung und Immunschwäche empfohlen. Erdmandelmehl kann roh verwendet werden. 1-2 Esslöffel im Müsli sind schnell in den Alltag integriert – meine Empfehlung habt ihr!

gesund backen zu Ostern

Falls ihr für Ostern noch überlegt, was ihr euren Kleinen Gesundes verstecken könnt, schaut nochmal bei meinen Post vom letzten Jahr vorbei. Einiges davon werde ich dieses Jahr wieder verstecken, noch erinnert sich Claire nicht an die Überraschungen des Vorjahres. Außerdem habe ich im Bioladen Badebrause in Eiform entdeckt. Gesunde Schokolade lässt sich auch in Osterform ausstechen und mit diesen Rüblikeksen hier, könnt ihr Hasenpakete füllen oder – sofern ihr ganz kleine Ausstechformen habt, zum Verstecken kleine Gläschen wie diese füllen. Es sei denn, ihr nutzt die Ferientage, um gemeinsam Kekse zu backen statt heimlich. Sagt ja keiner, dass das nur etwas für Weihnachten ist!

Gesunde Rüblikekse (ei-, milcheiweiß-, zucker- und nussfrei, alterativ glutenfrei)
reicht für ein Blech

Alternative Möglichkeiten:
Statt Maulbeeren bieten sich getrocknete Aprikosen an.
Für mehr Süße kann statt 4 EL Einweichflüssigkeit der Trockenfrüchte Ahorn-, Kokosblüten-, oder Reissirup eingesetzt werden.
Glutenfrei wird das Rezept mit Buchweizen statt Dinkel. Bei Hafer die glutenfreie Etikettierung beachten.
Statt Haferflocken können alle anderen Getreideflocken eingesetzt werden, solange sie leicht fein gemahlen werden. Das klappt z.B. im Food Processor oder Blender.
Amaranth kann man grundsätzlich selber puffen, da dann in der Regel aber nicht alle Körner puffen, fehlt ein Teil für die Konsistenz. Besser ist es hier, nach gekauftem Amaranth zurück zu greifen. Alterativ tut es jedes Getreide in gepuffter Form oder Kokosflocken.
Erdmandelmehl ist etwas trockener als geriebene Mandeln. Wer lieber auf Mandeln zurück greift, sollte mindestens 1 EL weniger Flüssigkeit hinzugeben.

Für meine Variante braucht ihr:
40g Maulbeeren
45g Erdmandelmehl
50g Haferflocken, zartschmelzend
40g Dinkelvollkornmehl
20g Amaranth, gepufft
15g Blütenpollen
30g Karotte, geputzt, fein geraspelt, mit Hand ausgedrückt und danach abgewogen
10g natives Kokosöl, flüssig gemacht
für mehr Süße Ahorn-, Kokosblüten-, oder Reissirup (siehe oben)

Und so wird’s gemacht:
Die Maulbeeren für 15 Minuten in lauwarmen Wasser einweichen, so dass sie gerade gut bedeckt sind. Die Einweichzeit dabei genau halten, da die Trockenfrüchte sonst mehr Flüssigkeit saugen und sich das Mengenverhältnis ändert. Andernfalls später weniger Einweichflüssigkeit hinzufügen.
Die trockenen Zutaten abwiegen und mischen.
Die Maulbeeren in ein Sieb abseihen und die Flüssigkeit auffangen. Die geraspelte, ausgepresste Karotte, das flüssige Kokosöl und die Maulbeeren in ein Püriergefäß geben und mit zusätzlichen 4 EL der Einweichflüssigkeit (oder etwas Sirup) pürieren.
Das Mus zu den Trockenzutaten geben und alles mit einem Handmixer vermengen, danach zu einer homogenen Masse kneten. Der Teig ist feuchter als ein gewöhnlicher Keksteig und klebt noch etwas an den Händen.
Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, etwas bemehlen und den Teig darauf ausrollen. Dabei unbedingt zwischen das Nudelholz und den Teig eine Schicht Frischhaltefolie oder ein weiteres Backpapier geben.
Die Keksformen ausstechen und auf dem Blech platzieren. Ggf. für den restlichen Teig ein weiteres Backpapier als Unterlage verwenden.
Je nach Ofen und Keksgröße das Blech für 12-15 Minuten ins Rohr schieben. Das Gebäck soll oben wie unten Farbe bekommen, aber nicht zu braun werden.
Um zu vermeiden, dass es nach dem Backen von unten weiterbäckt, das Backpapier samt Gebäck vom Blech ziehen und 5 Minuten auskühlen lassen.

Und darum sind die Zutaten so gut für uns:
Amaranth enthält eine Fülle leicht verwertbarer Nähr- und Vitalstoffe, die sich für Groß und Klein, Alt und Jung, Sportler wie Schwangere gleichermaßen als wertvoll erweisen. Proteine, wertvolle Aminosäuren im ausgewogenen Verhältnis, viele Ballaststoffe, mehr Kalzium und Magnesium als in Milch, sind nur einige Merkmale. Amaranth fördert die Gehirnentwicklung von Kindern, spendet Energie und ist ideal für die Verdauung. Mehr über Amaranth lest ihr hier.

Blütenpollen zähen zur reichsten und vielfältigsten Quelle an Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Proteinen, Enzymen und Co-Enzymen überhaupt. Hier erfährt ihr mehr.

Maulbeeren enthalten unter anderem Magnesium, Kalzium, Eisen, Folsäure, Vitamine, Proteine und Ballaststoffe. Warum und wie ich sie einsetzte, lest ihr hier.

Natives Kokosöl ist mein absolutes Öl der Wahl. Nicht nur wird es vom Körper ideal verwertet, nämlich nicht in Hüftfett sondern in Energie umgewandelt, es wird auch gegen Krankheiten eingesetzt und unterstützt die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und alten Menschen. Damit nicht alles nach Kokos schmeckt, verwende ich häufig die geschmacksneutrale Variante (hier). Hier wird das native Öl vorsichtig unter Wasserdampf erhitzt, wodurch sich die chemische Zusammensetzung nicht ändert, Geruch und Geschmack aber neutralisiert werden. Die nicht erhitzte Version erhält ihr hier, beide Varianten außerdem im Bioladen. Mehr Lesestoff findet ihr hier.

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