Burger Two Ways mit karamellisierten Zwiebeln & gesunder Mayo

Burger Two Ways mit karamellisierten Zwiebeln & gesunder Mayo

Gestern hatten mein Mann und ich 5-jährigen Hochzeitstag. Ich habe mit ihm einen unendlichen Glücksgriff getroffen! Warum sage ich lieber nicht, das wäre, wie euch von meiner Lieblingstorte vorzuschwärmen und euch das Rezept vorzuenthalten! Ich bin sehr dankbar dass es ihn gibt, längst nicht nur, weil er mein Bloggen und meine Art zu Kochen unterstützt. Er probiert anstandslos jedes noch so ausgefallene, gesunde Essen und fragt sogar richtig oft nach Nachschlag! Und dass, wo sein tiefstes Inneres am liebsten abwechselnd Grillwürstchen mit Bier, Burger mit Cola oder Steak pur essen würde.

Der Blog ist meine Leidenschaft, das Kochen sowieso. Es ist sehr schön, wenn der eigene Mann hinter einer Leidenschaft steht, die immerhin auch gere Spätschichten kostet.

Ihm widme ich heute meinen Burger. Und auch für euch ist bestimmt etwas dabei, selbst wenn ihr vegetarisch oder vegan lebt. Der komplette Burger ist eine Menge Arbeit, aber auch die einzelnen Komponenten sind spitze: Burgerfleisch und auch Fleischbällchen mache ich nur noch gemischt mit rotem Quinoa. Quinoa bietet genug Klebestoff um auf die Zugabe von Ei verzichten zu können. Schwups die wups sind außerdem Nährstoffe eines vollen Tellers Gemüse im Burger versteckt! Eva von Foodtastic hat mich mit ihrem Burger außerdem darauf gebracht, Kapern in die Mischung zu geben – genial!

Ananas

Burger lieben süß-saure Komponenten. Das können eingelegte Gurken aus dem Glas sein (Bio sind sie ohne Geschmackverstärker, wenn auch meist mit Rohrzucker versetzt). Ich lege gerne Rote Bete ein oder brate Ananas an. Die eingelegte Rote Bete hält sich geöffnet etwa 2-3 Wochen im Glas und passt genauso zum Grilltisch, zur Stulle, zu Humus…

Die Mayo mache ich vegan, das Rezept ist unschlagbar: gutes Fett, kein rohes Ei, man weiß einfach was drin ist und sie schmeckt so gut! Das erste Mal gesehen habe ich das Rezept auf dem Vollwert-Blog von Melanie und Sönke, die dazu richtig, richtig gute vegane Beluga-Linsen Burger vorschlagen. Die gibt es bei mir, wenn mein Mann nicht da ist, zusammen mit der Mayo und eingelegten Gurken im Salatblatt eingewickelt. Ich sagte doch, auch für Veganer ist was dabei!

Ein weiteres High-Light sind die geschmorten, karamellisierten Zwiebeln. Sie schmoren in Bier vor sich hin, ich nehme dazu Dinkelradler. Ich mache gleich so viel, bis die Flasche leer ist und friere in locker gefüllten Gefriertüten ein, was nicht aufgebraucht wird. So können sie portioniert entnommen werden. Zum Auftauen kommen sie nur kurz mit einem kleinen Schuss Flüssigkeit in die Pfanne. Sie passen zu weit mehr als nur zu Burgern!

Healthy Burger Buns

Nicht zu vergessen sind die Brötchen, die Burger-Buns. Das Rezept habe ich hier bereits gepostet und fluffige Vollkornbrötchen genannt. Ich liebe fluffige Rezepte mit Backpulver, sie gehen schnell und fallen sicher nicht zusammen, wie mir das Hefeteig immer antut. Die weichen Brötchen sind perfekt für Burger aber nach wie vor auch für jedes Sonntagsfrühstück. Sie enthalten Quark, aber in den Kommentaren findet ihr auch Optionen ohne Milchprodukte.

Wer jetzt die Liste der Rezepte hier nur überfliegt, schaut bitte unbedingt noch ganz am Schluss vorbei. Denn da erfährt ihr, was Apfelessig und Brokkolisprossen so geheimnisvoll gut machen!

Bleibt da eigentlich noch irgendein Wunsch offen? Für uns nicht! Habt viel Spaß damit!

Quinoa-Meat Burger
reicht für 4 Burger
Die von mir angegebene Menge Quinoa ist die Menge, die mein Mann richtig gerne isst, ohne zu fragen, ob ich das Gesunde im Burger nicht weglassen könnte. Wenn ihr da toleranter seid, könnt ihr die Menge bis zum Verhältnis 1/3 Quinoa, 2/3 Fleisch erhöhen ohne ein Ei verwenden zu müssen.

Ihr braucht
25g rohes bzw. 70g gekochtes rotes Quinoa
250g möglichst mageres Rinderhack
1 mittelgroße Zwiebel
1,5 TL Kapern
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Majoran
½- 2/3 TL Salz (wir lieben Flor de Sal d’es Trenc Rosa)
frisch gemahlener Pfeffer
evtl. Öl zum Anbraten (ich verwende mildes Kokosfett)

Und so wird’s gemacht:
Quinoa in der doppelten Menge Wasser für 20 Minuten kochen und erkalten lassen. Das Wasser muss vollständig aufgesogen sein.
Zwiebel und Kapern fein hacken und mit den restlichen Zutaten ordentlich vermischen. Vier Burger formen.
Sofern das Fleisch nicht mager ist, können die Burger in einer beschichteten Pfanne ganz ohne Öl angebraten und hinterher mit Küchenpapier von überschüssigem Öl befreit werden. Burger mit magerem Fleisch brauchen etwa 1 TL Öl, sofern die Pfanne gut beschichtet ist.
Die Burger beidseits mit eher starker Hitze anbraten, die Hitze evtl. zwischenzeitlich reduzieren, damit sie auch innen gar werden.

In Bier geschmorte, karamellisierte Zwiebeln
Dinkelradler von Riedenburger ist erhältlich in gut sortierten Bioläden. Es enthält Wasser, Dinkel- und Gerstenmalz, Agavensirup, Zitronensaftkonzentrat, Kohlensäure und Naturhopfen. Die Zwiebeln können aber genauso in einem handelsüblichen Bier geschmort werden, dann gegen Ende ein wenig Ahornsirup oder anderes Süßmittel zufügen.

Ihr braucht:
6-7 mittelgroße Zwiebeln
2 TL mildes Kokosfett (dieses ist geschmacksneutral) oder Ghee
250ml Dinkelradler oder anderes Bier
1-2 Prisen Salz

Und so wird’s gemacht:
Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden, die Ringe voneinander lösen.
2 TL mildes Kokosfett oder Ghee in einem beschichteten Topf erhitzen und die Zwiebeln zufügen. Die Platte auf halbe Stufe stellen und die Zwiebeln 15 Minuten lang jede Minute umrühren.
250ml Bier sehr langsam zufügen, immer wieder verschwinden lassen. Das dauert etwa 5 Minuten. Salzen, fertig!

Vegane Mayo
adaptiert vom Vollwert-Blog
reicht für 3-4 Burger
Die Mayo hält sich einwandfrei für mehrere Tage im Kühlschrank.

Ihr braucht:
2 EL helles Mandelmus (gut durchmischt)
2 EL Sonnenblumenöl oder ein anderes neutrales Öl (mit Kokosöl funktioniert es leider nicht)
1 EL heller Essig, z.B. Apfelessig*
½-1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Zitronensaft
1 Prise Salz

Und so wird’s gemacht:
Die Zutaten mit einem Stabmixer zu einer homogenen, dicklichen Masse verarbeiten. Je nach gewünschter Flüssigkeit evtl. etwas Wasser zufügen.

Eingelegte Rote Bete
reicht für ein 500ml Glas
Ingwer gibt hier eine super Note, bleibt aber unauffällig. Ich hebe meinen teilweise geschält im Tiefkühler auf, so lässt er sich am feinsten Reiben und ist immer parat.

Ihr braucht:
1 große Rote Bete
100ml Essig, ich verwende Apfelessig*
140ml Wasser oder noch besser Kochwasser der Roten Bete
1-2 EL Ahornsirup oder anderes Süßmittel
½ TL geriebener Ingwer
¼ TL Salz

Und so wird’s gemacht:
Die Rote Bete schälen, in Scheiben schneiden und dampfgaren bis sie weich ist. Je nach Scheibendicke dauert das etwa 15 Minuten.
Ein 500ml Eimachglas auskochen.
Essig, Wasser oder wenn vorhanden runter gekühltes Kochwasser der Roten Bete, Ahornsirup, Ingwer und Salz vermischen.
Einige Scheiben Rote Bete ins Glas geben, etwas Flüssigkeit hinzugeben, wieder Rote Bete darauf und so schichtweise dafür sorgen, dass das Gemüse gut mit Flüssigkeit benetzt ist.
Gut verschlossen im Kühlschrank verwahren.

Und jetzt wird belegt!
Hier gelten natürlich keine Regeln! Statt veganer Mayo könnt ihr Avocado oder Kinderketchup verwenden (das von Zwergenwiese ist gesüßt mit Apfelmus und wird sogar von meinem Mann und mir gegessen, wenn Claire gar nicht da ist), jegliche Salatsorten, statt Ananas auch Pfirsiche anbraten, statt des Fleischs Grillkäse (Halloumi), gegrillte Portobello Pilze, Juliettas vegetarische Amaranth-Burger (findet ihr auf Julietta Seasons) oder vegane Champignons-Beluga-Linsen-Patties (vom Vollwert-Blog) verwenden. Außerdem Sprossen, frische oder eingelegte Gurken, Radieschen, Juliettas eingelegten Blumenkohl (so gut!), Tomaten… was euer Herz begehrt! Auf den Fotos seht ihr die Varianten, mit denen mein Mann und Claire glücklich und zufrieden sind (zugegeben, die Sprossen lasse ich für meinen Mann weg, die sind ihm leider doch zu gesund):

Für den Bete Burger ein Burger Bun halbieren und beide Hälften mit Veganer Mayo bestreichen. Die untere Hälfte von unten nach oben mit Rucola, eingelegter Roter Bete, Quinoa-Meat Burger, Radieschen, geschmorten Zwiebeln, nochmal Rucola, Brokkolisprossen** und der oberen mit Mayo bestrichenen Hälfte belegen. Mhhh!

Für den Ananas-Burger Ananas (samt hartem Mittelteil, denn der wird weich) in Scheiben schneiden, evtl. die Größe für die Buns angleichen und in einer beschichtete Pfanne ohne Öl beidseitig anbraten. Nach dem Wenden eine halbe Scheibe Käse (bei uns Ziegengauda) obenauf legen und für ½ Minute mit Deckel garen, so dass der Käse schmilzt. Ein Burger Bun halbieren und beide Hälften mit Veganer Mayo bestreichen. Die untere Hälfte von unten nach oben mit Spinatblättern, gebratener Ananas und geschmolzenem Käse, Quinoa-Meat Burger, Tomaten, Brokkolisprossen** und der oberen mit Mayo bestrichenen Hälfte belegen. Jetzt hat man nur noch die Qual der Wahl! Enjoy!

*Apfelessig ist basisch und hat positive Auswirkungen auf die Verdauung, den Blutzuckerspiegel, das Abnehmen, den Cholesterinwert und auf Diabetes. Eingelegtes Gemüse hält er von Pilzen und Bakterien fern, ebenso unterstützt er im Darm.

**Sprossen sind super einfach selbstgezogen (ich habe kein grünes Händchen und verwende daher ein Keimglas), sehr lecker und absolut nährstoffreich! Sprossen sind Babypflanzen, die auf kleinsten Raum um ein Vielfaches mehr Gutes enthalten, als die ausgewachsene Pflanze. Sie sind absolut ein Superfood! Ich wähle Brokkolisprossen, weil sie mild und daher auch meiner Claire schmecken. Der krebshemmende Stoff Sulfarophan soll in ihnen bis zu hundertmal mehr enthalten sein, als in reifen Brokkoli. Brokkolisprossen wirken entlastend auf den Magen und unterstützen so gegen Magengeschwüre und vorbeugend gegen Magenkrebs. Wichtig ist immer, dass sie knackig frisch sind.

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